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Peru, Lima

Freiwilligendienst im Bildungszentrum und Wohnheim „CIMA“ für obdachlose Jungen

Foto: Michael Baehr

 
Rund
0 Mio.
Menschen leben in Lima
 

Peru liegt im westlichen Südamerika. Nach Brasilien und Argentinien ist es mit einer Fläche von 1.285.000 km² das drittgrößte Land Südamerikas. Der Großteil der rund 40 Millionen Einwohner Perus lebt in Städten, davon fast ein Drittel im Großraum Lima. In der peruanischen Hauptstadt Lima leben knapp zehn Millionen Menschen. Im Osten der Stadt, gut 20 Kilometer vom Zentrum entfernt, liegt das Armenviertel Cieneguilla. Die meisten Familien, die dort leben, kommen ursprünglich aus ländlichen Regionen. Sie haben ihre Dörfer in der Hoffnung auf besssere Arbeit und höheres Einkommen verlassen. Doch die Träume haben sich meistens nicht erfüllt. In Cieneguilla ist die Arbeitslosigkeit hoch, die Familien sind arm. Viele Menschen sind mangelernährt und daher anfälliger für Krankheiten. Die schwierige soziale Lage und der Mangel an Perspektiven führen zu erhöhtem Alkohol- und Drogenmissbrauch; die Kriminalitätsrate ist in Cieneguilla vergleichsweise hoch. Vor allem Kinder und Jugendliche leiden unter den schwierigen Verhältnissen, einige müssen zu Hause Frustration und Gewalt erleben. Wird die familiäre Situation unerträglich, bleibt ihnen oft nur die Flucht auf die Straße. Oft rutschen sie in die Drogenabhängigkeit ab und sind Ausbeutung und Kriminalität schutzlos ausgeliefert.

Das Straßenkinderzentrum CIMA in Cieneguilla bietet diesen Kindern ein Zuhause. Es wurde 1996 von dem Kanadier Jean-Louis Lebel gegründet, der zuvor lange Zeit Straßenkinder im Stadtzentrum von Lima begleitete. Zurzeit leben rund 90 Jungen im Alter zwischen 9 und 16 Jahren im Heim, die freiwillig zu CIMA gekommen sind. Sie möchten ihr Leben neu in die Hand nehmen und ihre Erfahrungen in Jugendbanden, mit Kriminalität und Gewalt, Drogen- und Alkoholkonsum überwinden. Die Jungen leben in Wohngruppen und werden von Fachkräften umfassend betreut. Neben der gesundheitlichen Versorgung ist für sie die Gesprächstherapie besonders wichtig. Im Zentrum lernen sie, Vertrauen zu fassen und ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Teamgeist, Ehrlichkeit, Respekt und Verständnis sind Werte, die bei CIMA großgeschrieben werden. Besonders wichtig ist es den Mitarbeitern auch, dass die Jungen wieder zur Schule gehen. Bei Bedarf erhalten sie auch Nachhilfeunterricht. Neben der Schule gibt es ein breites Aus- und Fortbildungsangebot.

Deine Aufgaben im Projekt

Als Freiwillige oder Freiwilliger bist du als vollwertiges Mitglied im Team integriert und kannst die Arbeit von CIMA in allen Bereichen unterstützen. Zu deinen Aufgaben zählen:

• Begleitung der Kinder und Jugendlichen im und außerhalb des Zentrums
• Angebot von Englisch- und vielleicht sogar Französischunterricht
• Hilfe bei den Hausaufgaben
• Unterstützung bei den täglich anfallenden Aufgaben in der Küche und den Werkstätten
• Umsetzung von Sport- und Spielangeboten für die Kinder

Nach einer Einarbeitungszeit wäre es schön, wenn du für die Dauer des Freiwilligendienstes eine persönliche Aktivität anbieten würdest.

Ein Mitglied des Teams steht dir während der gesamten Zeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das solltest du mitbringen

• Gute Spanischkenntnisse
• Grundkenntnisse über Kolumbien: Geschichte, Gesellschaft, Politik und Kultur
• Anpassung an eine neue Lebensrealität und Kultur
• Aushalten der Konfrontation mit Armut und Drogenmissbrauch
• Selbstständigkeit und Eigeninitiative
• Lernfähigkeit und Teamgeist
• Kreative Interessen und Fähigkeiten
• Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit sind erwünscht
• Begeisterungsfähigkeit und Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
• Freude an der Vermittlung von Kenntnissen
• Interesse an Spiel, Sport und Bewegung