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Kambodscha, Kep

Don Bosco Kindergarten, Schule und Internat

Fotos: 1: Johanna Singer, 2: Projektpartner

 
Unter Pol Pot starben
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Menschen
 
Kambodscha ist ein Land in Südostasien. Seine Hauptstadt Phnom Penh liegt im Süden. Das Land zählt heute rund 17 Millionen Einwohner. Der jahrelange Krieg und die Gräueltaten der Roten Khmer unter Pol Pot von 1975 bis 1979 werfen immer noch einen Schatten über Kambodscha. Etwa eine Million Menschen, etwa zehn Prozent der damaligen Bevölkerung, wurden ermordet. Besonders betroffen waren jene, die eine Schule besucht oder einen Beruf erlernt hatten und somit die klassische Landwirtschaft in ihrer Existenz bedrohten. Das Trauma ist noch heute gegenwärtig und der Kontakt der Menschen untereinander von Misstrauen geprägt. Das hat auch anhaltende Auswirkungen auf das Leben der Kinder. Ständige Angst und der andauernde Kampf ums Überleben haben bei vielen Erwachsenen eine Lethargie hervorgerufen. Diese lässt sie oftmals nicht wahrnehmen, dass sie die eigenen Kinder verletzen, indem sie diese beispielsweise weggeben oder verkaufen.

Neben diesen psychologischen Folgen sieht sich Kambodscha mit weiteren Gefahren konfrontiert. Noch immer schlummern Millionen von Landminen abseits der geräumten Wege unter der Erde. Dies gilt vor allem auf dem Land, wo die meisten Kambodschaner leben. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Und trotz des leichten Rückgangs in den letzten Jahren, ist Kambodscha weiterhin das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate in Asien. Zehntausende kambodschanische Kinder sind mit den Folgen der Krankheit direkt konfrontiert.

Don Bosco ist für Kinder mit diesen oder ähnlichen Erfahrungen eine Anlaufstelle. Das Projekt besteht aus einem Kindergarten und einer Schule mit Basis- und Fachunterricht (Medienkommunikation, Elektrik, Administration, Informatik, Agrikultur, Tourismus). Die Kinder und Jugendlichen leben zum Teil im Internat auf dem Gelände selbst und sind dadurch vor Gefahren wie Kinderarbeit, Ausbeutung, Menschenhandel oder Missbrauch geschützt. Weiterhin wird viel Wert auf einen respektvollen Umgang untereinander gelegt, der religiöse und ethnische Differenzen beseitigen soll und auch den respektvollen Umgang mit der Natur fördert. Darüber hinaus unterstützt das Don Bosco Programm Jungen und Mädchen, die mit ihren Familien in der Umgebung leben und sichert ihren Schulbesuch in den umliegenden Schulen ab.

Deine Aufgaben im Projekt

Als Freiwillige/r bist du als vollwertiges Mitglied im Team integriert und unterstützt das pädagogische Personal bei der Begleitung der Kinder und Jugendlichen in der Schule und im Internat. Zu deinen vielseitigen Aufgaben dort zählen:

• Begleitung der Schüler während des Unterrichts und bei ihren Hausaufgaben
• Betreuung der Internatsschüler und Durchführung verschiedener Aktivitäten
• Evaluation der Aktivitäten und schulischen Fortschritte der Schüler
• Bei Interesse Betreuung der Kinder im Kindergarten
• Möglichkeit der Teilnahme an Workshops zu neuen Lernmethoden und pädagogischen Konzepten
• Mitarbeit im Büro (Erstellen von Newslettern und Berichten, Hilfe bei der Buchhaltung)
• Begleitung der Sozialarbeiter bei Besuchen der Kinder in den umliegenden Dörfern

Ein Mitglied des Teams steht dir während der gesamten Zeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das solltest du mitbringen

• Sehr gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft, vor Ort Khmer zu lernen
• Grundkenntnisse über Kambodscha: Geschichte, Gesellschaft, Politik und Kultur
• Offenheit gegenüber verschiedenen Religionen und Kulturen
• Sensibilität für Kinder, die Armut und Vernachlässigung erfahren haben
• Robustheit und Aushalten der Konfrontation mit schweren Schicksalen
• Eigenständigkeit und Motivation, die Initiative zu ergreifen
• Erfahrung in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen
• Großes Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
• Interesse an administrativen Tätigkeiten
• Freude an der Vermittlung von Kenntnissen