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Philippinen, Cebu City

Freiwilligendienst im Kinder- und Jugendzentrum der Pfarrei „Our Lady of Lourdes“

Foto: Johanna Saalfrank / Kindermissionswerk

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Mit einer Fläche von 300.000 Quadratkilometern sind die Philippinen etwas kleiner als Deutschland. Sie bestehen aus 7.107 Inseln, von denen 860 bewohnt sind. Jeder zweite Philippiner lebt in einer Stadt. Dabei ist die Schere zwischen der armen Bevölkerungsmehrheit und einer reichen Minderheit groß: Glitzernde Fassaden und Luxusautos gehören in den großen Städten ebenso zum alltäglichen Bild wie Familien, die auf der Straße leben. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung müssen mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Während die Bevölkerung immer weiter wächst, stagniert die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Naturkatastrophen verschärfen die oft prekäre Situation der Menschen: Immer wieder werden die Inseln von Taifunen, Erdbeben und Stürmen heimgesucht, zuletzt im Jahr 2013 vom verheerenden Taifun „Haiyan“. Mehr als 6.000 Menschen starben, Tausende wurden obdachlos.

Cebu City ist die Hauptstadt der Insel Cebu. Der Ballungsraum wächst rasch und ungeordnet: Offiziell zählt die Stadt knapp 900.000 Einwohner, inoffiziell sind es weit mehr. Die Pfarrei „Our Lady of Lourdes“ betreut etwa 40.000 Menschen in fünf Elendsvierteln. Viele Familien leben hier in einfachen Baracken ohne Strom oder sanitäre Anlagen. Bei stärkerem Regen oder nach den immer wiederkehrenden tropischen Stürmen stehen die meisten Behausungen unter Wasser oder werden einfach weggespült. Die Kinder leben fast ausschließlich auf der Straße. 1988 eröffnete die Pfarrei mit Hilfe des Don Bosco-Ordens ein Kinder- und Jugendzentrum. Hier bekommen die Jungen und Mädchen ein Mittagessen und Unterstützung bei den Hausaufgaben. Freizeitaktivitäten sind ein weiterer wichtiger Baustein im Angebot des Jugendzentrums: Sport, Musik und Tanzen gehören genauso dazu wie Basketball und die Sommerspiele in den großen Ferien. In der Nähe des Jugendzentrums liegt das Gemeindehaus, wo sich die Mitarbeiter mit den Kindern aufhalten können und Raum für Feste und Aufführungen ist. In Workshops werden auch die Eltern weitergebildet und beraten – zum Beispiel zu Gesundheits- oder Ernährungsthemen.

Deine Aufgaben im Projekt

Als Freiwilliger arbeitest du in der Freizeitbetreuung und hilft den Kinder und Jugendlichen bei den Hausaufgaben. Die Jungen und Mädchen freuen sich sehr, wenn du ein Musikinstrument spielst und gemeinsam mit ihnen musizierst. Die Jüngsten kannst du vormittags auch in den Unterricht begleiten. Zu deinen Aufgaben gehört außerdem die Mitarbeit im Ernährungsprogramm der Gemeinde und die Ausgabe des Mittagessens an die Kinder. Auch die Bildungsveranstaltungen für Eltern, die an den Wochenenden stattfinden, kannst du mit vorbereiten und umsetzen. Zusätzlich kannst du die Mitarbeiter bei den Familienbesuchen begleiten und bei der Büroarbeit unterstützen.

Das solltest du mitbringen

• gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft, die Sprache Cebuano vor Ort zu erlernen
• Flexibilität und Bereitschaft zur Anpassung an einfache Lebensbedingungen
• Eigeninitiative und Selbständigkeit
• pädagogisches Geschick
• künstlerisch-kreative Interessen (Musik, Kunst…)
• Freude an Bewegung, Lernen und Spiel mit Kindern
• Identifikation mit dem christlichen Glauben und die Bereitschaft zur Anpassung an eine katholische Lebensform und Glaubenspraxis