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Kambodscha, Kep

Don Bosco Kindergarten, Schule und Internat

Foto: Projektpartner

 
Unter Pol Pot starben
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Menschen
 
Der jahrelange Krieg und die Mordtaten der Roten Khmer unter Pol Pot werfen immer noch einen Schatten über Kambodscha und seine Bevölkerung. Etwa eine Million Menschen, d.h. etwa zehn Prozent der damaligen Bevölkerung wurden damals ermordet. Besonders betroffen waren jene, die eine Schule besucht oder einen Beruf erlernt hatten und somit die klassische Landwirtschaft in ihrer Existenz bedrohten. Das erfolgte Trauma ist noch heute gegenwärtig und der Kontakt der Menschen untereinander von Misstrauen geprägt. Das hat auch anhaltende Auswirkungen auf das Leben der Kinder. Ständige Angst und der dauernde Kampf ums Überleben haben unter vielen Erwachsenen eine Lethargie hervorgerufen, die sie nicht wahrnehmen oder auch verdrängen lässt, dass sie die eigenen Kinder verletzen, indem sie diese beispielsweise weggeben oder verkaufen.
Neben diesen psychologischen Folgen sieht sich Kambodscha aber auch weiteren ganz akuten Gefahren konfrontiert. Noch immer schlummern Millionen von Landminen abseits der geräumten Strecken unter der Erde. Dies gilt vor allem auf dem Land, wo noch immer die meisten Kambodschaner leben. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Und trotz des leichten Rückgangs in den letzten Jahren, ist Kambodscha weiterhin das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate in Asien. Zehntausende kambodschanische Kinder sind mit den Folgen der Krankheit direkt konfrontiert.

Das Projekt besteht aus einem Kindergarten und einer Schule mit Basis- und Fachunterricht (Medienkommunikation, Elektrik, Administration, Informatik, Agrikultur, Tourismus). Die Kinder und Jugendlichen leben zum Teil im Internat auf dem Gelände selbst und sind dadurch vor Gefahren wie Kinderarbeit, Ausbeutung, Menschenhandel oder Missbrauch geschützt. Weiterhin wird viel Wert auf einen respektvollen Umgang untereinander gelegt, der religiöse und ethnische Differenzen beseitigen soll und auch den respektvollen Umgange mit der Natur fördert. Darüber hinaus unterstützt das Don Bosco Programm Jungen und Mädchen aus der Umgebung, die nach wie vor in ihren Familien leben, und sichert deren Schulbesuch in den umliegenden Schulen ab.

Deine Aufgaben im Projekt

Als Freiwillige oder Freiwilliger unterstützt du die Partnerorganisation in der Begleitung der Schüler während des Unterrichts und bei ihren Hausaufgaben. Du betreust die Internatsschüler am Nachmittag, bietest Aktivitäten für sie an und evaluierst die Aktivitäten und schulischen Fortschritte der Schüler. Bei Interesse kannst du auch im Kindergarten eingesetzt werden und die kleineren Kinder betreuen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass du an Workshops zu neuen Lehrmethoden oder pädagogischen Konzepten teilnimmst und diese in den Alltag einfließen lässt. Andere Aufgabenfelder wären die Mitarbeit im Büro (Erstellen von Newslettern und Berichten, Hilfe bei der Buchhaltung) und die Begleitung der Sozialarbeiter bei Besuchen der Kinder in den umliegenden Dörfern.

Das solltest du mitbringen

• großes Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
• Erfahrung in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen
• Interesse an administrativen Tätigkeiten
• sehr gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft, vor Ort Khmer zu lernen
• Offenheit gegenüber verschiedenen Religionen und Kulturen
• Empathie
• Robustheit
• Eigenständigkeit und Motivation, die Initiative zu ergreifen

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