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Mexiko, Puebla

Heim „Hogares Calasanz“ (HOCA) für Straßenkinder

Foto: Projektpartner

 
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der Bevölkerung lebten in Armut
 
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Opfer von organisierter Kriminalität
 
47,4 % der Menschen in Mexiko leben in Armut, darunter 19 Millionen in absoluter Armut. Besonders betroffen sind die ländlichen Gebiete. Denn während Mexiko-Stadt und das Zentrum des Landes von wirtschaftlichem Wachstum geprägt sind, können die ländlichen Regionen nur eine schwache Infrastruktur aufweisen. Und auch das Vermögen im Land ist ungleich verteilt: Die einkommensstärksten oberen 10 % der Bevölkerung verfügen über 35 % des jährlichen Volkseinkommens, während die einkommensschwächsten 10 % der Bevölkerung lediglich über 1,6 % des Volkseinkommens verfügen.
Hinzu kommt, dass die erhöhte Kriminalität und Korruption Mexikos ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Immer wieder sind auch Polizeikräfte bzw. uniformiertes Sicherheitspersonal an Straftaten beteiligt. Dem Kampf gegen die organisierte Kriminalität seit 2006, in dem auch das Militär beteiligt ist, sind bisher mehr als 42.000 Menschen zum Opfer gefallen.

Als „Hogares Calasanz“ bezeichnen sich verschiedene Jungenheime in Mexiko, die vom Orden der „Padres Escolapios“ (Piaristen) in Mexiko gegründet wurden. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche von frühester Kindheit an durch Bildung, Erziehung und Evangelisierung zu fördern. In der Großstadt Puebla nimmt „HOCA“ Jungen im Alter von 6-18 Jahren in drei Heimen auf. Die Jungen sind z.T. verwaist, wurden von ihren Familien verlassen, sind weggelaufen und leben auf der Straße, wurden straffällig oder durch staatliche Stellen dem Heim in Obhut gegeben. Die Häuser bieten ihnen entsprechend ihres Alters ein Zuhause: im „Hogar Guadalupe“ den Jüngsten, im „Hogar Chinchachoma“ den Mittleren und im „Hogar San José“ den Älteren. Jedes Haus wird von einem Erwachsenen geführt, der mit den Kindern und Jugendlichen lebt, einem „Hausvater“ bzw. einer „Hausmutter“, von den Kindern bewusst familiär „Onkel“ bzw. „Tante“ genannt. Die Erzieher und maximal 12 Kinder sollen so eine familienähnliche Hausgemeinschaft bilden. Innerhalb dieser „HOCA“-Familie werden die Kinder auf der Basis christlicher Werte in ihrer Entwicklung gefördert und erzogen und in ihrer schulischen Bildung unterstützt, damit sie später auf eigenen Füßen stehen können.

Deine Aufgaben im Projekt

Als Freiwillige oder Freiwilliger lebst und arbeitest du mit den Jungen in den Häusern in Puebla, begleitest sie in ihrem Tagesablauf (Wecken, Essen etc.) und sollst für die individuellen Bedürfnisse der Jungen da sein. Besonders wichtig ist dein Beitrag in der Hausaufgabenhilfe und den Fördermaßnahmen, v.a. hinsichtlich der englischen Sprache und in der Vermittlung von Computerkenntnissen. Unter Anleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und später dann eigenständig übernimmst du selbst didaktische Aufgaben und wirkst darüber hinaus in der sportlichen und kreativen Freizeitgestaltung mit. Da die Verbindung zwischen HOCAS Mexiko-City und Puebla sehr eng und familiär ist, ist es grundsätzlich möglich, dass du auch einige Wochen im Jahr in Mexiko-City mitleben und -arbeiten kannst.

Das solltest du mitbringen

• gute Spanisch- und Englischkenntnisse
• gute landesspezifische Kenntnisse
• Bereitschaft, mit begrenzter Privatsphäre zu leben
• Vorerfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit
• Spaß an der Arbeit mit Kindern
• Geduld und Ruhe im Umgang mit den Kindern
• Interesse an der Vermittlung von Kenntnissen
• Interesse an Spiel, Sport und Bewegung
• handwerkliche und kreative Fähigkeiten und Interessen
• Anpassungsfähigkeit an eine fremde Kultur und ein katholisches Lebensumfeld

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