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Peru, Lima

Freiwilligendienst im Betreuungs-, Gesundheits- und Ernährungsprogramm der Pfarrei Santa María in Tablada de Lurín

Fotos: Florian Kopp / Kindermissionswerk

 
In Tablada de Lurín leben
0 %
der Menschen unterhalb der Armutsgrenze
 
Peru, mit seinen rund 40 Mio. Einwohnern, hat sich seit der Jahrtausendwende zu einem Modell für demokratische Stabilisierung entwickelt und kann deutliche Erfolge in der Wirtschaftsentwicklung und im Bereich der Armutsbekämpfung vorweisen. Trotzdem bleiben nach wie vor größere Bevölkerungsgruppen von der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Teilhabe ausgeschlossen. Zum Beispiel diejenigen, die von schlecht bezahlten Tätigkeiten im informellen Sektor überleben müssen.

Die Zahl der Stadtbewohner in Peru wächst seit Jahrzehnten sehr stark. Heute leben fast vier von fünf Peruanern in Städten. Fast ein Drittel, also etwa 10 Mio. Menschen, wohnt im Großraum Lima. Im Südosten davon liegt Tablada de Lurín, das zu den ärmsten Gebieten Limas zählt. Hierhin ziehen viele Menschen aus anderen Regionen des Landes, die sich in der Großstadt ein besseres Leben erhoffen. Meist landen sie aber in informellen Bezirken, in denen 40 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben müssen. Viele Familien haben dort keinen Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung. Zahlreiche Kinder sind unter- oder mangelernährt.

Damit möglichst viele dieser Kinder die Chance haben, gesund aufwachsen zu können, wurde vor Jahren auf dem Gebiet der Pfarrei Santa María in Tablada de Lurín, im Stadtteil Villa María del Triunfo, ein umfassendes Betreuungs-, Gesundheits- und Ernährungsprogramm ins Leben gerufen. Die an die Pfarrei angeschlossene Asociación de las Bienaventuranzas und der Verein Kusi Wawa leiten das Programm. Heute werden dort in drei Kindertagesstätten tagsüber Kinder zwischen dem ersten und sechsten Lebensjahr betreut. In zwei weiteren Heimen auf dem Pfarrgelände haben zusätzlich Menschen mit Behinderungen, mit psychiatrischen Erkrankungen oder Tuberkulose ein liebevolles neues Zuhause gefunden.

Alle erhalten ausgewogene Mahlzeiten, die notwendige medizinische Betreuung, pädagogische Förderung und können sich sportlich betätigen. So werden die Eltern bei der Betreuung und Versorgung ihrer Kinder entlastet und haben auch mehr Zeit, um beispielsweise einer Arbeit nachzugehen. Zur Versorgung der Menschen in der Pfarrei und in den Kindergärten wurden auf dem Gelände der Pfarrei vor einigen Jahren eine Großküche mit einem geräumigen Speiseraum sowie weitere Mehrzweckräume erbaut. Eine neue Teilüberdachung des Sportplatzes trägt dazu bei, die Kinder bei Spiel und Sport vor Sonne und Regen zu schützen.

Deine Aufgaben im Projekt

• Mitarbeit entweder in den Kindergärten in der Betreuung und Förderung von Kleinkindern oder in der Betreuung und Versorgung der Menschen mit Behinderungen auf dem Pfarreigelände
• Praktische Aufgaben im Bereich der Großküche, beginnend mit der Begleitung des Einkaufes, dem Entgegennehmen von Nahrungsmittelspenden, der Zubereitung der Mahlzeiten und der Sicherstellung der Hygiene
• Unterstützung von Freizeit- und Förderangeboten
• Teilnahme an den Aktivitäten und Gruppierungen der Pfarrei

Das solltest du mitbringen

• Gute Spanischkenntnisse
• Interesse an der Arbeit mit Kindern im Kindergarten- und Vorschulbereich, sowie mit deren Familien
• Sensibilität und Offenheit für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
• Wünschenswert sind Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und/oder in der Arbeit mit Kindern mit Behinderungen
• Anpassungsfähigkeit und Flexibilität
• Lernbereitschaft und Teamfähigkeit
• Bereitschaft sich auf einfache Lebensverhältnisse einzulassen
• Aushalten der Konfrontation mit Armut
• Interesse an hauswirtschaftlichen Aufgaben