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Südafrika, George

Tagesstätte und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche „Bethesda“

Foto: Pia Tabellion / Kindermissionswerk

 
Mit dem Ende der Apartheid wurde in Südafrika eine positive Entwicklung des Landes eingeleitet. Aber noch sind längst nicht alle Schwierigkeiten überwunden. Ein wesentliches Problem des Landes ist die angespannte Wirtschaftssituation. In weiten Teilen Südafrikas prägen Arbeitslosigkeit und Armut den Alltag vieler Menschen. Nach wie vor lebt ein Großteil der schwarzen Bevölkerung – wie zur Zeit der Apartheid – unter sehr schlechten Bedingungen in den Townships am Rande der Städte: in kleinen Wellblechhütten ohne stabilen Fußboden, ohne Wasser, sanitäre Einrichtungen oder Elektrizität. Die verbreitete Armut in den Townships führt vor allem bei Kindern zu Ernährungs- und Wachstumsmängeln. Auch Defizite bei werdenden Müttern können dazu führen, dass Kinder mit einer Behinderung geboren werden. Untersuchungen der Medical University of South Africa haben ergeben, dass der Anteil von geistig behinderten Kindern unter der schwarzen Bevölkerungsgruppe ungleich höher ist als bei anderen. Ein weiteres Problem stellen Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder AIDS dar. Die offizielle HIV-Rate für Erwachsene betrug 2016 18,9 Prozent. In der Westkap-Region um Georgtown entwickelt eine von zehn Personen Tuberkulose. Ist ein Mensch mit dem HI-Virus infiziert, steckt er sich wegen seines geschwächten Immunsystems auch schnell mit Tuberkulose an.

Die Organisation Bethesda „Medical and Relief Services NPC“ besteht aus einer Klinik, einer Tagesstätte und zwei Wohngruppen – einer für Mädchen und einer für Jungen. Oft werden die Mitarbeiter in der Klinik auf Kinder und Jugendliche aufmerksam, die Unterstütung und Förderung benötigen. Diese werden dann in die Tagesstätte aufgenommen – oder in die Wohngruppen, wenn die Kinder keine Familie mehr haben. Die Kinder sind z.T. HIV-positiv, entwicklungsverzögert oder weisen teilweise auch leichte Behinderungen auf. Deshalb wird im Projekt ein sehr aufmerksames und liebevolles Klima gepflegt und es gibt einzelne Kinder, die besonders viel Betreuung benötigen. Das Einsatzgebiet des Freiwilligen liegt morgens im Bereich der Tagesstätte und nachmittags in den beiden Wohngruppen.

Deine Aufgaben im Projekt

Als Freiwillige oder Freiwilliger unterstützt du die Partner dabei, die Kinder in der Tagesstätte und in den beiden Wohngruppen zu betreuen. Du hilfst den Kindern bei alltäglichen Routineaufgaben und bietest Freizeitaktivitäten für sie an. Auch die Beaufsichtigung der Kinder während der Fahrten zur Tagesstätte und nachmittags nach Hause zählt zu deinem Aufgabenbereich. Da vor allem die kleineren Kinder in der Tagesstätte zum Teil sehr viel Betreuung benötigen, wäre es toll, wenn du dich besonders um einzelne bedürftige Kinder kümmern könntest. Bei den älteren Kindern und Jugendlichen besteht stets Bedarf bei der Hausaufgabenhilfe.

Das solltest du mitbringen

• Erfahrung in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen
• Sensibilität im Umgang mit persönlichen Hintergründen der Kinder
• Belastbarkeit und Eigeninitiative
• Offenheit und Unvoreingenommenheit
• Empathie
• sehr gute Englischkenntnisse

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