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Bolivien, Sucre

Freiwilligendienst im integrativen Zentrum „ETI“ zur Förderung
von Menschen mit Behinderungen

Foto: Theresa Kuhl / Kindermissionswerk

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unter 14 Jahren
Fast die Hälfte der bolivianischen Bevölkerung lebt in Armut – ohne Zugang zu Bildung oder ausreichender medizinischer Betreuung. Durch Mangelernährung, Infektionskrankheiten sowie unzureichende medizinische Versorgung und Schwangerschaftsvorsorge werden viele Kinder mit Behinderung geboren oder erkranken in der Kindheit. Auch an sich harmlose Krankheiten haben wegen fehlender ärztlicher Versorgung oft schwerwiegende Folgen. Besonders armen Familien fällt es schwer, Kinder mit Behinderung angemessen zu fördern. Hinzu kommt, dass viele Kinder mit Behinderung gesellschaftlich kaum akzeptiert, geschweige denn respektiert werden. Seitens der Regierung gibt es kaum Hilfs- und Fördermaßnahmen.

Um Kinder mit Behinderungen in die Gesellschaft zu integrieren und ein Bewusstsein für ihre Situation zu schaffen, wurde in der Hauptstadt Sucre das integrative Zentrum „Escuela Taller de Integración“ (E.T.I.) für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen ins Leben gerufen. Neben einem Kindergarten gibt es auch eine Schule mit sechs Klassen, in denen 210 Kinder unterrichtet werden. Außerdem erhalten die Jungen und Mädchen Physiotherapie, die sich ihre Eltern sonst nicht leisten könnten. Bei E.T.I. können sie außerdem an verschiedenen Handwerkskursen teilnehmen und in der eigenen Bäckerei oder im Gewächshaus mitarbeiten.

In der Kleinstadt Monteagudo, südwestlich von Sucre, entstand im Jahr 2010 eine Zweigstelle von E.T.I.. Zuerst gingen die Mitarbeiter von Haus zu Haus, um Kinder mit Behinderungen zu registrieren und die Eltern über Therapiemöglichketen aufzuklären. Heute machen Physiotherapeuten regelmäßig Hausbesuche und geben den Müttern Ratschläge für den gemeinsamen Alltag mit ihren Kindern. Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit von E.T.I. ist die Aufklärungsarbeit: Regelmäßig besuchen die Mitarbeiter Schulen, um über Behinderung aufzuklären und bei den Schülern Respekt und Verständnis für Menschen mit Behinderung zu schaffen.

Deine Aufgaben im Projekt

Als Freiwilliger hast du die Möglichkeit, die verschiedenen Programme von E.T.I. kennenzulernen:

  • Unterstützung der Lehrer beim Unterricht; später ggf. die Übernahme eigener Unterrichtseinheiten
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Hilfe bei der täglichen Arbeit im Wohnheim
  • Gestaltung von Freizeitangeboten
  • Mitarbeit im Bereich der Rehabilitation und Beschäftigungstherapie
  • Begleitung von Besuchen und Aktivitäten auf dem Land
Das solltest du mitbringen

• gute Spanischkenntnisse
• Geduld und Einfühlungsvermögen
• Kreativität
• Selbstständigkeit und Eigeninitiative
• Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit und mit Menschen mit Behinderungen sind wünschenswert

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